UV-Strahlung trifft alle gleich

Die Sonne unterscheidet nicht nach Geschlecht. UV-Strahlung beschädigt Hautzellen, fördert vorzeitige Hautalterung und erhöht das Risiko für Hautkrebs – unabhängig davon, ob man ein Mann oder eine Frau ist. Dennoch verwenden Männer im Durchschnitt deutlich seltener Sonnenschutz als Frauen. Das hat historische und kulturelle Gründe, ist aber aus gesundheitlicher Sicht nicht zu rechtfertigen.

Was UV-Strahlung wirklich anrichtet

UV-Strahlung wird in zwei Haupttypen unterteilt: UVA und UVB. UVB-Strahlen verursachen den klassischen Sonnenbrand, während UVA-Strahlen tiefer in die Haut eindringen und langfristige Schäden wie Falten und Pigmentflecken verursachen. Beide Strahlungstypen tragen zur Entstehung von Hautkrebs bei. Besonders tückisch: UVA-Strahlen sind das ganze Jahr über vorhanden, auch an bewölkten Tagen.

Bis zu 80 Prozent der lebenslangen UV-Belastung der Haut entsteht durch alltägliche Aktivitäten, nicht durch Urlaubsaufenthalte am Strand.

Der richtige Lichtschutzfaktor

Dermatologen empfehlen für das Gesicht einen Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30, besser 50. Viele Männer greifen zu niedrigeren Faktoren aus der Überzeugung, dass ihre Haut widerstandsfähiger sei. Tatsächlich ist Männerhaut durch ihre Dicke nicht besser gegen UV-Schäden geschützt, da die schädigenden Strahlen unabhängig von der Hautdicke in tiefere Schichten eindringen.

Sonnenschutz in der täglichen Routine integrieren

Der einfachste Weg, regelmäßig Sonnenschutz zu verwenden, ist die Integration in die bestehende Morgenroutine. Nach der Reinigung und der Feuchtigkeitspflege bildet Sonnenschutz den letzten Schritt, bevor man das Haus verlässt. Viele moderne Formulierungen sind leicht, nicht fettend und hinterlassen keinen weißen Film mehr – Argumente, die früher gegen den Einsatz sprachen, gelten heute kaum noch.

Früherkennung als zweite Verteidigungslinie

Selbst wer konsequent Sonnenschutz verwendet, sollte seine Haut regelmäßig auf Veränderungen untersuchen und in regelmäßigen Abständen zur Hautkrebs-Früherkennung gehen. Männer nehmen diese Vorsorgeuntersuchungen statistisch gesehen seltener wahr als Frauen, obwohl sie häufiger von Hautkrebs betroffen sind. Prävention und Früherkennung gehen Hand in Hand.